Erfolgreiche Klimakonferenz mit gravierenden Folgen
14.10.2026

Erfolgreiche Klimakonferenz mit gravierenden Folgen

-101 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12 verhandeln über globale Klimaziele-

Im Jahrgang 12 wurde eine internationale Klimakonferenz simuliert. Ziel der Veranstaltung war es, die komplexen Zusammenhänge internationaler Klimapolitik hautnah zu erleben und gemeinsam tragfähige Lösungen für den Klimaschutz zu entwickeln.

In der Simulation übernahmen die Schülerinnen und Schüler die Rollen von acht verschiedenen Interessengruppen. Jede Gruppe brachte eigene Interessen, Forderungen und Perspektiven in die Verhandlungen ein.

Die Aufgabe bestand darin, Kompromisse zu finden und ein gemeinsames Abkommen zu erarbeiten. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, wirtschaftliche, soziale und ökologische Interessen miteinander zu vereinbaren. Die Verhandlungen erforderten strategisches Denken, überzeugende Argumente und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen.

Am Ende der Konferenz konnte ein beachtlicher Erfolg erzielt werden: Die beteiligten Gruppen einigten sich auf Maßnahmen, mit denen das Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius erreicht werden konnte. Die erfolgreiche Einigung auf dieses Ziel war ein gemeinsamer Erfolg aller Beteiligten und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Lösungen möglich sind, wenn unterschiedliche Interessengruppen miteinander ins Gespräch kommen. Die Schülerinnen und Schüler waren damit viel erfolgreicher, als die aktuellen Akteure, da aktuelle Entscheidungen eine Erwärmung von bis zu 4,4 Grad Celsius auslösen werden.

Gleichzeitig führte die Simulation zu einer ernüchternden Erkenntnis: Auch eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad Celsius hätte gravierende Folgen. Eine solche Erwärmung kann zu einer deutlichen Zunahme von Dürren, Starkregenereignissen, Hitzewellen und weiteren zerstörerischen Wetterlagen führen. Darüber hinaus sind erhebliche wirtschaftliche Folgen und Preissteigerungen zu erwarten.

Obwohl alle Schülerinnen und Schüler bereit waren, sich auch in ihrem privaten Alltag deutlich stärker für den Klimaschutz zu engagieren, waren innerhalb der übernommenen Rollen keine weitergehenden Maßnahmen möglich. Die jeweiligen Interessen und politischen Rahmenbedingungen begrenzten den Handlungsspielraum der einzelnen Gruppen. Dadurch wurde besonders deutlich, wie schwierig ambitionierter Klimaschutz auf internationaler Ebene ist.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten durch das Planspiel einen anschaulichen Einblick in die Arbeit internationaler Klimakonferenzen. Sie erfuhren, dass politische Entscheidungen häufig das Ergebnis langwieriger Verhandlungen und sorgfältig ausgehandelter Kompromisse sind. Gleichzeitig erkannten sie, welche Bedeutung politische Entscheidungen für den weltweiten Klimaschutz haben.

Die Simulation verband fachliches Lernen mit praktischer Erfahrung. Die Teilnehmenden konnten ihre Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeiten erproben und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen. Ihnen wurde außerdem bewusst, dass persönliches Engagement wichtig ist, um politische Entscheidungen zu beeinflussen und den eigenen CO₂-Ausstoß zu reduzieren.

Für wirksamen Klimaschutz braucht es daher sowohl politische Entscheidungen als auch das Engagement jedes Einzelnen. An der Europaschule wird in diesem Bereich auf vielen Ebenen aktiv gearbeitet. Das Planspiel hat gezeigt: Internationale Zusammenarbeit ist unverzichtbar – zugleich kommt es auf den Beitrag aller an.

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